Was aus Ihren Hosen wurde ...

Die SchülerInnen der FS Gröbming waren sehr fleißig

Die Kunstwerke der Schülerinnen und Schüler der FS Gröbming können Sie käuflich erwerben.
Gegen eine freiwillige Spende werden die Objekte, welche aus Ihren alten Hosen erstellt wurden, bei L&M Fashion in Gröbming erworben werden.

VERKAUF beim

Late Night Shopping in Schladming am 21. März von 18-22 Uhr
Late Night Shopping in Gröbming am 22. März von 18-22 Uhr

und danach bei L&M Fashion Gröbming, solange der Vorrat reicht.

Im Herbst 2017 starteten wir mit der Hosenumtauschaktion das Projekt mit der FS Gröbming. von November bis März haben die Schülerinnen und Schüler kleine Kunstwerke aus Denim und Hosenstoff genäht und ihren kreativen Drang freien Lauf gelassen.


Der Reinerlös wird für karitative Zwecke gespendet.


Das Projekt, dass wir über den Verein Linja unterstützen:

Hallo mein Name ist Sofia. Ich bin 2,5 Jahre alt.

Zu meiner Familie zählen meine zwei Schwestern, meine Mama und mein Papa. Als ich mich auf die Reise zu ihnen machte, war Mama Studentin an der Pädagogische Hochschule OÖ. Da waren viele Menschen, die sich nach meiner Geburt auf mich freuten. Stellt euch vor, bei meiner ersten Lehrveranstaltung wurde ich von Mamas Gruppe und dem vortragenden Professor Herrn R. mit dem Lied "Mein Apfelbäumchen" von Reinhard Mey begrüßt. Studieren ohne mich, kam gar nicht in Frage und so lernte ich die Bereiche der Pränumerik kennen und befasste mich mit Theorien der Bildung. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie langweilig das manchmal für mich war. Aber immerhin standen mir genügend Arme zur Verfügung, in denen ich traumhaft schlafen konnte. Ich glaub, für meine Mama war das berufsbegleitende Studium ganz schön anstrengend. Aber meine Mama ist eine Superheldin, das solltet ihr vielleicht auch noch wissen.

Manche Sachen fielen mir schon damals schwer und das bemerkte auch meine Mama. Darum besuchten wir viele Ärzte und Krankenhäuser. Irgendwie schienen mir alle aber immer ratlos zu sein. Es war dieser eine Tag, als eine Ärztin eine Erklärung für meine Besonderheit hatte. Es war das Wort: "Aicardi-Goutières-Syndrom" (AGS). Es ist eines von den schwierigen Wörtern, die man erstmal gar nicht versteht. Aber ich will es euch erklären. Es handelt sich dabei um eine Autoimmun-Erkrankung, bei der mein eigenes Nervensystem angegriffen wird. Dies führt bei mir zu schweren körperlichen und geistigen Entwicklungsstörungen.

Falls ihr jetzt meint, dass ich es echt schwer habe, habt ihr vielleicht Recht. Meine Mama liebt mich so wie ich bin und sagt, sie freut sich über alles, was ich mal lernen werde. Wer weiß, vielleicht schaffe ich es irgendwann alleine zu sitzen… Meiner Familie etwas mit Worten zu erzählen wird mir wohl nie möglich sein, aber das macht nichts. Sie verstehen jeden meiner Laute und spüren auch so, wie lieb ich sie habe. Wie meine Augen die Welt sehen, weiß außer mir niemand so genau. Das bleibt erstmal mein kleines Geheimnis. Mama und ich verbringen auch nachts viel Zeit miteinander, da hab ich sie ganz für mich alleine. Irgendwie kann ich nie richtig schlafen. Damit meine Schwestern und mein Papa sich in der Nacht erholen können, wandern Mama und ich dann immer ins Erdgeschoß aus und kuscheln da stundenlang. Das Schönste ist, dass man mit einer Superheldinnen-Mama für alles eine Lösung findet.

Und außerdem kann ich eines besonders gut - aus tiefstem Herzen lachen und Freude zeigen!

Meine Tage sind manchmal wirklich auch ziemlich stressig. Das sind dann die sogenannten Therapietage. Mama sagt aber, die Therapien sind wichtig und ich vertraue meiner Mama.

Wisst ihr, ich werde jetzt dann auch mobil und kann mit meinem eigenen Rollstuhl zu meinen Schwestern ins Wohnzimmer gefahren werden, wenn sie mit den Puppen spielen. Ähm naja, so einfach ist das dann doch wieder nicht. Den Rollstuhl muss ich ja erst bekommen und irgendwie ist im Haus dann auch alles zu eng für meine Ausfahrten. Mama spricht oft von hohen Beträgen, aber wisst ihr was, damit kenn ich mich gar nicht aus!

Im Dezember waren Anja und Angelina bei uns und haben gesagt, dass große Wunder wahr werden können, wenn viele Menschen GEMEINSAM EIN ZEICHEN SETZEN. Sie meinen, man muss nur große Träume haben und Hoffnungen, die bis zu den Sternen reichen. Wenn einige Menschen dann diesen Weg noch begleiten, klappt das WUNDERbar.

So ich muss dann auch wieder. Ich schicke euch tausend gute Wünsche und ein Lächeln von mir.

Alles Liebe, eure Sofia